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Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen

Gemäß § 35a EStG können Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse steuerlich geltend gemacht werden.

Erfolgen die haushaltsnahen Dienstleistungen im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung, ermäßigt sich die Einkommensteuer um 10 %, maximal jedoch 510,00 EUR.

Ist das Beschäftigungsverhältnis keine geringfügige Beschäftigung und werden Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abgeführt, ermäßigt sich die Einkommensteuer um 12 %, maximal jedoch 2400,00 EUR. Besteht zwischen dem Steuerpflichtigen und dem Leistungserbringer kein Beschäftigungsverhältnis, sondern werden die Leistungen von einem Unternehmen bezogen, ermäßigt sich die Einkommensteuer um 20 %, maximal jedoch 600,00 EUR.

Das BMF hat nunmehr mit seinem Schreiben vom 14.08.2003 Stellung zu der Regelung des § 35a EStG genommen. Hieraus ergibt sich unter anderem, dass nach Auffassung der Finanzverwaltung gilt:

• haushaltsnahe Tätigkeiten sind z.B. die Zubereitung von Mahlzeiten, die Reinigung der Wohnung, die Pflege des Steuerpflichtigen, die Betreuung von Kindern, alten, kranken oder pflegebedürftigen Personen und die Gartenpflege

• ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis kann nicht mit zusammenlebenden Ehegatten/unverheirateten Lebenspartnern oder im Haushalt lebenden Kindern begründet werden

• werden Dienstleistungen von Unternehmen in Anspruch genommen, sind diese nur begünstigt, wenn es sich um regelmäßige Tätigkeiten handelt, die üblicherweise auch selbst durchgeführt werden (begünstigt ist also z.B. die regelmäßige Gartenpflege, nicht jedoch die Anlage des Gartens)

• Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft kommt ein Steuerabzug für einzelne Eigentümer nicht in Betracht, wenn die Dienstleistung gegenüber der WEG erbracht wird (z.B. Pflege der gemeinsamen Grünfläche)

• Ein Mieter kann den Steuerabzug nur geltend machen, wenn er selbst Arbeit- bzw. Auftraggeber ist, nicht jedoch, wenn die Leistungen vom Vermieter im Rahmen der Nebenkostenabrechnung umgelegt werden


Steuerrecht