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Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen

Bei Fernabsatzverträgen steht dem Kunden, wenn dieser Verbraucher ist, ein Widerrufsrecht zu. Er kann binnen 2 Wochen den Vertrag widerrufen, diese Frist läuft erst, wenn der Verbraucher über das Widerrufsrecht belehrt wurde.

Unter das Fernabsatzrecht fallen unter anderem der klassische Versandhandel, aber oft auch die heute üblichen Internetgeschäfte.

Das Widerrufsrecht besteht allerdings nicht, wenn die Ware nach Kundenspezifikation angefertigt wurde.

Der BGH hat das Widerrufsrecht in einem Fall bestätigt, in dem ein nach Spezifikation des Kunden zusammengesetztes Notebook im Versandwege erworben wurde. In derartigen Fällen handele es sich nur um das zusammensetzen vorgefertigter Einzelteile, so dass der Händler das Notebook jederzeit neu konfigurieren könne.

Hinweis:
Insbesondere Internet-Versender belehren oft nicht über das Widerrufsrecht. In vielen Fällen derartiger Geschäfte steht Ihnen – wenn Sie als Verbraucher erwerben – ein Widerrufsrecht zu. Dieses kann ohne jede Begründung ausgeübt werden, also insbesondere auch dann, wenn Ihnen die Ware schlichtweg nicht gefällt.
Zu beachten ist auch, dass nicht nur der Versandhandel, sondern generell auch alle anderen Leistungen (auch Dienstleistungen) unter das Fernabsatzrecht fallen, wenn der Vertragsschluss per Post, Fax, e-mail oder telefonisch erfolgt.


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