Aktuelles aus den Rechtsgebieten

Doppelte Haushaltsführung

Die Kosten einer beruflich bedingten doppelten Haushaltsführung können in bestimmten Grenzen als Werbungskosten geltend gemacht werden, hierzu zählen auch die Mieten für eine am auswärtigen Arbeitsort angemietet Wohnung.

Der BFH hat mit Urteil vom 11.03.2003 entschieden, dass es nicht rechtsmissbräulich ist, wenn der eine Ehegatte am Arbeitsort des anderen Ehegatten eine Wohnung an diesen vermietet. Es ist demnach grundsätzlich möglich, dass ein Ehegatte eine Wohnung erwirbt, an den anderen Ehegatten vermietet und dabei zunächst Verluste geltend macht; der andere Ehegatte kann dennoch die gezahlten Mieten als Werbungskosten aus doppelter Haushaltsführung geltend machen.

Wenn eine doppelte Haushaltsführung des einen Ehegatten ansteht, kann es daher durchaus sinnvoll sein, dass der andere Ehegatte am Arbeitsort eine Wohnung erwirbt und an seinen Ehepartner (zu fremdüblichen Bedingungen !) vermietet.


Steuerrecht